Lästig fürs Trinkwasser, gut für Methanabbau

Das Markieren mit 13C-Atomen macht dank der Massenspektrometrie sichtbar, dass das Methan auch von den fadenförmigen Crenothrix gefressen wird. (Bild: Eawag)

(07.06.17) Beim Methanabbau in Süsswasserseen leisten nicht die bereits bekannten Methanfresser die Hauptarbeit, sondern die bisher nur von Trinkwasseruntersuchungen bekannten Crenothrix-Bakterien. Das zeigt gemäss einer Medienmitteilung des Wasserforschungsinstituts Eawag eine Studie im Rotsee und Zugersee.

 

Auf die Crenothrix-Bakterien sind die Wissenschaftler durch Zufall gestossen: Im Luzerner Rotsee und im Zugersee haben sie mit einem Markierungs-Verfahren versucht, den Methanabbau noch besser zu quantifizieren. Dabei fanden die Forscher die Markierung nicht primär in kleinen runden Zellen, sondern in langen fadenförmigen der Crenothrix-Bakterien.

Diese waren eigentlich schon lange bekannt, doch nur aus Trinkwassersystemen. Dort sind sie lästig, weil sie sich so stark vermehren können, dass Rohre, Sandfilter und Siebe verstopfen. Crenothrix-Bakterien werden darum auch als "Brunnenfäden" bezeichnet. Im Seewasser wurden sie bisher nicht nachgewiesen,

 

 

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